Leben in YWAM

Liebe Grüße aus dem sehr heißen und schwülen Australien, wo wir seit Wochen auf den Regen der sogenannten Regenzeit warten.

Unsere letzten Wochen waren einfach sehr, sehr voll mit Arbeit und meistens fallen wir schon gegen 21:00 todmüde ins Bett. Thomas arbeitet noch auf der Baustelle nebenan und heute müssen dort die letzten Arbeiten beendet werden, da morgen 50 neue Schülerinnen einziehen werden. Das ehemalige Bürogebäude wurde so ziemlich grunderneuert –und das in zwei Wochen! Thomas hat Wände gezogen, gestrichen, geschweißt, Kabel verlegt und vieles mehr. Nebenbei ist er verantwortlich für alle Bibelschüler, die nachmittags für zwei Stunden mitarbeiten müssen. Ihm macht die Arbeit Spaß, aber wochenlange Arbeit mit täglich 34°C direkt in der Sonne geht schon ganz schön an die Substanz.

Ich bin nach wie vor im Büro und habe reichlich zu tun. Da die anderen Mädels gerade Inventur auf dem Schiff machen, bin ich oft alleine zuständig für alles was an Anrufen und Mails für das Schiff reinkommt. Mich überrascht es immer wieder, wie viele Anfragen und Bewerbungen täglich bei uns eingehen. Da wir jeden Interessenten innerhalb von 24 Stunden anrufen, sind manche meiner Tage schon halb gefüllt nur mit Telefonaten rund um die Welt.

Abends stehen oft noch Meetings an oder wir treffen uns mit anderen Leuten hier. Gestern hat Thomas den Abend damit verbracht, mit einem Amerikaner, der hier für ein paar Monate mithilft, Geige im Foyer zu spiele und alle anderen damit zu entertainen. =)

Am letzten Montag hatten wir unseren Termin im Krankenhaus und morgen sind wir noch einmal dort, um an einem ganztägigen Geburtsvorbereitungskurs teilzunehmen.

Ansonsten können wir nur sagen, dass wir SO beschenkt sind, was die Dinge angeht, die wir für unser Baby brauchen. Auf dem Foto seht ihr aufgetürmt all die Sachen, die uns hier geschenkt oder geliehen wurden und tatsächlich haben wir schon alle größeren Sachen zusammen. Oft stand genau dann jemand mit einer großen Tüte in der Hand vor unserer Tür, wenn ich mir grade überlegt habe, wie wir das finanziell bloß alles hinkriegen sollen. Gott ist so gut.

Ein riesen Wunder ist auch, dass ich vor ein paar Tagen einen Anruf von einer Hebamme aus dem Geburtshaus bekommen habe, die mir einen Platz dort angeboten hat. Eigentlich ist das Geburtshaus schon seit Monaten ausgebucht und hat sogar eine Warteliste, aber sie wusste, dass ich gerne zu ihnen kommen würde und nimmt mich jetzt noch zusätzlich mit auf, obwohl jede Hebamme eigentlich nur vier Frauen pro Monat betreuen muss. Das Geburtshaus ist super schön und hat eine ganz entspannte Atmosphäre, die gleiche Hebamme begleitet mich vor, während und nach der Geburt und doch ist das Krankenhaus nur den Gang runter. Nebenbei begleitet uns auch eine Freundin von der Base, die eine Doula (nicht-medizinische Geburtshelferin) ist und direkt auf der anderen Straßenseite wohnt, so dass sie zu jeder Tag- und Nachtzeit vorbeikommen kann.

Ihr seht, wir sind bestens vorbereitet! Und das so weit weg von zu Hause.

Ankommen

Wir kommen langsam an. Wir haben unsere Wohnung etwas gemütlich gemacht. Zudem erfahren wir viel Unterstützung von den anderen Mitarbeitern hier. Wir haben einen Wickeltisch und einen Weihnachtsbaum geschenkt bekommen. Durch unsere Arbeit hier kommen wir auch mehr und mehr an. Ich bin echt beeindruckt wie diszipliniert und organisiert hier gearbeitet wird. Obwohl hier alle Mitarbeiter ehrenamtlich sind, wird hier sehr professionell gearbeitet. Zu der Arbeit später mehr. Hier hat die Regenzeit angefangen, aber leider hat nur ein Regenguß es bisher geschafft die Temperatur von 33 Grad im Schatten für einen Tag auf wohltuende 25 Grad zu senken. Deswegen ist die Klimaanlage in unsere Wohnung Gold wert.

 

 

Gelandet

Wir sind nach 30 Stunden Reise in Townsville angekommen. Der Abschied ist uns sehr schwer gefallen und jetzt sind wir einfach noch sehr müde und haben einen ausgeprägten “Jet-lag”. So sind wir noch nicht dazu gekommen unsere Koffer auszupacken, weil wir echt ko sind. Doch wir sind hier sehr herzlich begrüßt worden und haben auch schon unsere Aufgabenbereiche abgesteckt bekommen. Thomas wird die ersten Wochen ganz praktisch an verschiedenen Stellen mitarbeiten und Katharina wird für die Bewerbungen und Anmeldungen für die Schiffseinsätze nach PNG zuständig sein. Wir wohnen in einer kleinen sehr einfachen Wohnung. Auf dem Bild ist unsere Wohnung unten links (unter der Treppe). In der nächsten Woche werden wir uns um die Geburtsvorbereitung und alles, was damit zu tun hat, kümmern. Das ist uns sehr wichtig und wir werden davon auch ein Stück weit abhängig machen, ob wir länger bleiben oder die Geburt doch in Deutschland machen, da wir merken, dass die Geburt uns emotional doch mehr fordert, als wir dachten und wir uns dafür einfach einen sicheren Rahmen wünschen, wo wir uns wirklich Zuhause fühlen.

Wir sitzen auf gepackten Koffern

Unser Haushalt ist aufgelöst und befindet sich an drei verschiedenen Orten in Kisten verpackt. Wir kämpfen uns zur Zeit durch teilweise wenig nachvollziehbare Visumsauflagen der australischen Regierung. Es sollte so ungefähr 4 – 6 Wochen dauern, bis  der Visumsantrag durch ist. Bis dahin wohnen wir bei Flagmeiers auf dem schönen Bonneberg. Ich (Thomas) habe für diese 4 – 6 Wochen eine Anstellung an dem freien evangelischen Gymnasium in Detmold bekommen.Wir organisieren gerade noch eine gute Auslandskrankenverischerung für Australien, weil im Februar unser erstes Kind dort geboren werden wird. Wir rechnen damit, dass wir Mite Oktober abfliegen können.